Sterben ist teuer und der selbst der Tod ist nicht umsonst. Diese bekannten Sprichwörter treffen leider den Nagel auf den Kopf. Würdevolle Trauerfeierlichkeiten und Bestattungen kosten im Schnitt rund 5000 Euro. In diesen Betrag wurden die Kosten für einen Grabstein noch nicht mit eingerechnet.

Es gibt vom Staat kein Sterbegeld (nur ganz wenige Ausnahmen, Stichwort Opferfürsorge) und daher muss man sich hier um eine private Vorsorge für den Todesfall in den letzten Jahren kümmern. Viele ältere Menschen schließen eine solche Versicherung ab, weil sie ihre Familienangehörigen mit hohen Kosten nicht belasten wollen.

Deshalb gibt es in Österreich und vielen anderen EU-Ländern Versicherungen, die Sterbegeldversicherungen anbieten. Sterbegeldversicherungen werden in der Regel für eine Dauer von mindestens fünf Jahren angelegt – aber auch nach Ablauf der Zahlung bleibt der Schutz bis zum Tod bestehe. Prämien einer abgeschlossenen Sterbeversicherung sind in Österreich als Sonderausgaben von der Steuer absetzbar. Da die Kosten für die verschiedenen Beisetzungsmöglichkeiten unterschiedlich ausfallen, sind auch Art und Umfang der Sterbegeldversicherungen unterschiedlich. Zum Abschluss einer solchen Sterbegeldversicherung müssen keine Fragen nach der Gesundheit gestellt werden. Die einzige Voraussetzung lautet, dass der zu Versichernde beim Abschluss nicht älter als 80 Jahre alt sein darf. Eine Sterbeversicherung gilt auch im Ausland. Wer im Ausland stirbt, wird nach Österreich in die Heimat zurückgebracht. Die Versicherung übernimmt die Kosten in der Regel bis zu einer Höhe von etwa 30 000 Euro.